Geflohenen helfen und Gesicht zeigen!

Welch eine gewaltige Herausforderung! Kein Erdbeben, kein Tsunami, auch kein Krieg! Nein, der Zustrom Schutz suchender Menschen in unseren Staat ist zum beherrschenden Thema geworden. Niemand hatte mit einer so großen Anzahl gerechnet.

Wir alle sind betroffen. Besorgt und ängstlich reagieren die einen, beherzt und mutig engagieren sich die anderen in vielfacher und hilfreicher Weise. Inzwischen müssen uns die immer lauter werdenden, oft hasserfüllten Kundgebungen und Parolen rechter Gruppen in unserer Gesellschaft, denen sich viele „Besorgte“ kurzerhand anschließen, sehr beunruhigen.

Warum wehren sich Menschen, wenn bekannt wird, dass in ihrer Nähe für flüchtende Menschen, Familien mit kleinen Kindern, eine Notunterkunft eingerichtet wird? Die Frage: Wer von  u n s  möchte wohl in einer kahlen Fabrikhalle, umgeben von hunderten fremder Menschen, den Entscheidungen eines fremden Landes auf Gedeih und Verderb ausgesetzt, leben?  Diese Frage, an sich selbst gerichtet, müsste bei jedem das Herz öffnen, einen Impuls der Freigiebigkeit und Hilfsbereitschaft, ja, den Wunsch, sich den Ankommenden gegenüber so freundlich wie möglich zu zeigen, freisetzen. Wir Christen sind uns dessen sicher, dass der, der viel gibt am Ende viel zurück bekommt (Lk.6,38).  Zum Glück befolgen auch viele andere Menschen diese Weisheit, weil sie dem  F r i e d e n  dient. Wer aber Hass sät, wird Krieg ernten.

Unter dem Dach der Ev. Kirchengemeinde Konradshöhe-Tegelort haben wir einen Arbeitskreis eingerichtet, der sich ausdrücklich zur Gruppe der Hilfsbereiten zählt. Wir wollen möglichst konkrete Hilfsangebote entwickeln und Möglichkeiten der öffentlichen Einflussnahme erörtern.

Wir freuen uns auf weitere Unterstützer!

Kontakt:
Elisabeth Haberland
E-Mail: e_haberland(at)web.de

(Foto: Plakat, das von syrischen Flüchtlingen in Heiligensee gestaltet wurde)