Veröffentlicht von Martin Völcker am Mo., 15. Jun. 2020 18:57 Uhr

Hygiene- und Abstandskonzept der Evangelischen Matthias-Claudius-Kirchengemeinde

Vorbemerkung:

Nach derzeitigem Stand der Forschung ist das neuartige Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion durch Aerosole (etwa beim Sprechen, Husten und Niesen). Dies erfolgt vor allem direkt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, eine Übertragung möglich. Eine Übertragung über kontaminierte Oberflächen (Schmierinfektion) gilt nach derzeitiger Fachexpertise als unwahrscheinlich, ist aber nicht vollständig auszuschließen. Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren auf unbelebten Oberflächen in Abhängigkeit von Material und Umweltbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit) rasch ab. Nachweise über eine Übertragung durch Oberflächen im öffentlichen Bereich liegen bisher nicht vor.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ergeben sich verschiedene Maßnahmen. Diese stützen sich auf die Hygienehinweise des Robert- Koch- Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Nachstehende Hygiene- Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und den veränderten Anforderungen angepasst.

Grundsätzlich müssen die jeweiligen Regelungen der jeweils aktuell gültigen Fassung Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin (SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung – SARS-CoV-2-EindmaßnV) bei allen Veranstaltungen eingehalten werden.

 

Maßnahmen

1.Persönliche Hygiene

 

 

Schutzmaßnahmen für ehrenamtlich (EA) und hauptamtlich (MA) in der Gemeinde Tätige

● Beobachtung der eigenen Gesundheit, die der anderen Tätigen und der Besucher*innen

● Kontaktminimierung (Fürsorge)

● MA, die besonderen Risikogruppen angehören:

- Vorlegen eines entsprechenden Attestes des behandelnden Arztes

- Heranziehung zu einer Begleitung von Gruppenangeboten nur auf eigenen Wunsch, nach Abwägung des eigenen Gesundheitszustandes

- Vorlegen einer formlosen schriftlichen Eigenerklärung beim Arbeitgeber.

Verhalten der Tätigen bei Anzeichen von Krankheit/ Krankheit

● bei Verdacht/ Symptomen einer Atemwegserkrankung und/oder Fieber nicht in der Gemeinde erscheinen => Arztkontakt

● MA erstatten Meldung beim Arbeitgeber

● Anweisungen vom zuständigen Gesundheitsamt einhalten

2. Basishygiene

Abstand halten (mindestens 1,50 m, bei entsprechender Sportangeboten in Räumen 3,00 m)

● keine Berührungen, Umarmungen, Händeschütteln

● tragen eines MNS in allen Räumlichkeiten

Händehygiene:

- regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife mind. 20 sec. (insbesondere nach dem Naseputzen, Husten, Niesen; nach der Benutzung des ÖPNV, vor und nach dem Essen, nach dem Toilettengang; oder auch wenn möglich vor dem Aufsetzen/ nach dem Abnehmen einer Schutzmaske, oder nach Kontakt mit Treppengeländern, Türgriffen, Haltegriffen etc.)

- sachgerechte Händedesinfektion ist dann sinnvoll, wenn ein gründliches Händewaschen nicht möglich ist (Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockene Hand geben, bis zur vollständigen Trocknung einmassieren

● keine Berührung des Gesichts (insbesondere der Schleimhäute) mit den Händen (d.h. nicht an Mund, Augen, Nase fassen)

● öffentlich zugängliche Gegenstände (z.B. Türklinken) möglichst nicht mit der vollen Hand berühren

● „Husten- und Niesetikette“: Husten und Niesen in die Armbeuge, dabei größtmöglichen Abstand halten, am besten wegdrehen,

● Einmaltaschentücher verwenden und sofort nach Benutzung entsorgen

Raumhygiene

● Einzelkontakte zu Besuchenden im Haus, z.B. für Beratung/ vertrauliche Gespräche, sind unter Einhaltung der Basishygiene (s.o.), einer anschließenden Raumlüftung und Reinigung der benutzten Oberflächen möglich

● Türen stehen nach Möglichkeit offen

● bei gemeinsamer Nutzung durch MA: tägliche Reinigung von Computermäusen, Tastaturen, Telefonen, persönlich zugeordnete Stifte nutzen

● Küchenbereiche stehen ausschließlich den MA und explizit benannten Ehrenamtlichen zur Verfügung.

● Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,50 m muss gewährleistet sein und soll auch bei der Verwendung von MNS eingehalten werden.

● Regelmäßiges Stoß- bzw. Querlüften durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten

● Reinigung:

  • Reinigung von Oberflächen steht im Vordergrund
  • keine routinemäßige Flächendesinfektion erforderlich
  • gründliche Reinigung von stark frequentierten Bereichen entsprechend des Angebotes nach Verlassen der Gruppe:

Türklinken und Griffe (Schubladen, Fenster), Umgriff der Türen Treppen- und Handläufe, Lichtschalter, Tische

Hygiene im Sanitärbereich

● Vorhalten von Flüssigseifenspendern, Einmalhandtüchern (und entsprechenden Auffangbehältern) und Toilettenpapier

● tägliche Reinigung von Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken

● wöchentliche Reinigung von Fußböden

● Toilettennutzung erfolgt einzeln

● auf richtige Handhygiene durch entsprechende Aushänge aufmerksam machen

● Einrichtung eines separaten MA- WC mit Flüssigseifenspendern, Einmalhandtüchern (und entsprechenden Auffangbehältern) und Toilettenpapier

3. Gestaltung der Angebote

 

Räume

Für gemeindliche Aktivitäten der  Gruppen und Kreise stehen aktuell ausschließlich der Außenbereich und die folgenden Räume mit einer jeweils festgelegten Höchstteilnehmerzahl zur Verfügung:

Kirchsaal: 28 Personen (davon die 5 zusammenstehenden Stühle→ 1 Haushalt)

Empore: 1 Person oder 1 Haushalt

Besprechungsraum: 6 Personen

Gemeindesaal: 12 Personen

Großer Raum in der Jugendetage: 8 Personen

Planung/ Gestaltung der Angebote

● Für jede Veranstaltung muss ein zusätzliches Hygienekonzept vorgelegt werden, dass den individuellen Charakter der Veranstaltung berücksichtigt und die sich daraus ergebenden zusätzlich notwendigen Maßnahmen aufführt. Dieses Konzept muss vom Gemeindekirchenrat bewilligt werden. Der Gemeindekirchenrat kann Einzelpersonen oder eine Arbeitsgruppe bevollmächtigten zwischen seinen Sitzungen vorliegende Konzepte vorläufig in Kraft zu setzen. Für regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen reicht in Hygienekonzept zur wiederholten Anwendung. Bei sich neu ergebenden Sachverhalten kann der Vorsitzende oder seine Stellvertreterin Veranstaltungen jederzeit absagen.

● Einhaltung der Basishygiene (s.o.)

● Belehren /Informieren über Hygienemaßnahmen, entsprechende Hinweisschilder anbringen

● Gruppenansammlung vermeiden, Warteschlangen ordnen (Markierungen zur Abstandsregelung)

● zeitversetztes Einlassen, nur Einzeln einlassen ● Führen einer Kontaktliste beim Eintreffen

● Gruppengröße je nach Raum beachten

● regelmäßiges Händewaschen ● keine Essens- und Getränkeausgabe ● nur eigenes Getränk in selbst mitgebrachtem Behältnis verzehrbar ● Reinigen der Flächen und benutzten Gegenstände nach Verlassen der Gruppe

● nur kontaktlose Angebote ● Erstellung eines verbindlichen Angebotsplans mit Zeit, Gruppe, Mitarbeiter*in

● Die Angebote werden zeitlich versetzt geplant. Zwischen den Angeboten muss eine Pause von 20 Minuten liegen.

● Einhaltung des Abstandsgebotes, Räume entsprechend einrichten

● Angebote haben eine feste Dauer, die nicht überschritten werden darf

● bei vorzeitigem Verlassen des Angebotes endet dieses für die entsprechende Person ● je Nutzer*in eigenes Bastel- bzw. Arbeitsmaterial ● Zeitfenster zum Reinigen und Vorbereitung des folgenden Angebotes

● Grundsätzlich kein Singen und keine Blasmusik; außer bei speziellen Angeboten, bei denen im zusätzlichen Hygienekonzept dazu separate Regelungen getroffen sind.

4. Dokumentation

● Kontakt- und Teilnehmerlisten sind tageweise durch die MA oder Gruppenleiter zu führen.

● Sie enthaltende Daten: Datum, Angebot, Raum, Name, Vorname, Adresse, Telefonnummer.

● Der MA oder Gruppenleiter bescheinigt auf der Teilnehmerliste die von ihm/ihr durchgeführten Reinigungsmaßnahmen.

● Sie sind direkt nach der Veranstaltung im Briefkasten der Küsterei einzuwerfen und werden entsprechend geltender Bestimmungszeit (4 Wochen) unter Verschluss aufbewahrt und anschließend vernichtet

5. Information bei positiven Covid 19 Test

● um die Gesundheitsämter zu unterstützen und die Kontaktkette schneller nachverfolgen zu können, bitten wir alle Personen die in der Gemeinde angestellt, ehrenamtlich Tätig und aktiv sind, bei einem positiven Covid 19 Test, neben dem Gesundheitsamt auch Jana Wentzek oder Swen Schönheit zu informieren. Der Datenschutz wird gewährleistet.

6. Stand, letzte Aktualisierung

- 05.11.2020



 

Alle genannten Maßnahmen haben wir nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt, um größtmöglichen Schutz unseren Gemeindemitgliedern und Mitarbeitenden zu bieten. Ganz ausschließen können wir ein Ansteckungsrisiko bei uns jedoch nicht. Deshalb bitten wir Sie, wenn Sie besonders stark gefährdet sind (Vorerkrankungen der Lunge, Mukoviszidose, immundepressive Therapien, Krebs, Organspenden etc.) oder in einem gemeinsamen Haushalt mit Menschen mit erhöhtem Risiko leben, dieses Risiko für sich zu prüfen.

Gerne bringen wir Ihnen wie bisher z.B. Predigttexte zu Hause vorbei, Pfarrerin und Pfarrer und alle Mitarbeitenden sind zu Gesprächen bereit, und unsere Kirchenmusikerin und unser Diakon kommen auch gerne zu Musik am Gartenzaun vorbei.

Der Gemeindekirchenrat

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