Veröffentlicht von Martin Völcker am Do., 14. Mai. 2020 18:43 Uhr

„Betet!“ – bittet uns Gott

TELEFONANDACHT 15.5.2020 | SWEN SCHÖNHEIT

 

Man sagt „Not lehrt beten“. Vielleicht stimmt das. Aber ich bin nicht sicher, ob die Bereitschaft zum Gebet in dieser Zeit der Krise zugenommen hat. Wie auch immer: Gott wünscht sich, dass wir beten. Das ist die Botschaft am Sonntag „Rogate“.

Nicht weil wir ihn informieren müssten. Nicht um ein Ritual einzuhalten oder um unsere religiöse Pflicht zu erfüllen. Gott ist unser Vater, der die Nähe seiner Kinder sucht und der sich freut, wenn er gebeten wird. Gebet ist ein Ausdruck dafür, dass wir Gott vertrauen und dass wir ihm Gutes zutrauen. Jesus ermutigt uns im Lukasevangelium:

„Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden. Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden. Und die Tür wird jedem geöffnet, der anklopft.“ (Lukas 11,9-10)

Diese Worte sind verbunden mit dem Vaterunser. Jesus lehrt uns, zum Vater zu beten. Gebet ist zuerst die Pflege einer Beziehung – und dann auch konkrete Bitte: um „unser tägliches Brot“, um die Vergebung unserer Schuld, um Gottes Führung und Bewahrung vor und in aller Versuchung und die Erlösung vom Bösen. Alle diese Bitten berühren die entscheidenden Bereiche unseres Lebens. Gebet verändert die Verhältnisse, zuerst aber unsere eigene Haltung, unsere Herzen!

Es ist schon erstaunlich, was die weltweite Virus Krise zurzeit auslöst. Da gibt es Entwicklungen, von denen man nicht in der Presse liest. Gott aktiviert seine Leute. Weltweit wird gebetet – vielleicht mehr denn je:

  • Aus einem katholischen Orden in Italien berichten die Schwestern: „Wir haben das Gelübde abgelegt, den Kranken zu dienen, auch auf Kosten unseres Lebens. Wir finden Trost in unserer allgemeinen Furchtlosigkeit und in der Bereitschaft alles zu tun, um denen nahe zu sein, die leiden.“ Weiter berichten die Schwestern, wie sie ihr Gebet in dieser Zeit verstärkt haben: „Wir machen einen echten Gebetsmarathon.“                                                            (JN 15/2020)
  • Aus England berichten Verlage, dass sich der Verkauf von Bibeln um 40-60% gesteigert hat. „Wir glauben, die Leute kaufen sich eine Bibel, weil sie Sehnsucht haben nach Kontakt zu Gott. Sie suchen einen Sinn im Leben und wollen Frieden finden.“
  • In Rio de Janeiro (Brasilien) wurde die große Christusstatue über Ostern angestrahlt als „Christus der Arzt“, um Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu ehren.
  • Aus Indien wird berichtet, dass Menschen einen Tag pro Woche beten und fasten. „Selbst Leute, die das Evangelium bisher bekämpften, bitten uns jetzt um Gebiet berichten“, wissen einheimische Christen zu berichten.                                                                         (JN 14/2020)
  • Ein Arzt in Holland berichtet, wie er sich vor jeder Schicht bewusst macht, dass Gott bei ihm ist und Frieden und Heilung bringt.

„Fürchte dich nicht denn, ich stehe dir bei. Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich mache dich stark, ich helfe dir, mit meiner siegreichen Hand beschütze ich dich.“ (Jesaja 42,10) Diesen Bibelvers trägt der Arzt ständig in seinem Geldbeutel.                                  (JN 13/2020)

Rogate! Durch Gebet erhalten auch wir neue Kraft. Und nicht nur dies: Wir bekommen Anschluss an Gottes gute Gedanken. Und wir können – ganz im Verborgenen – mit ihm den Gang der Dinge verändern!

Kategorien Andachten MCG